In Nordrhein-Westfalen kann die SPD zusammen mit den Grünen eine Regierungskoalition bilden. In der Landtagswahl am Sonntag kamen die Sozialdemokraten mit ihrer Spitzenkandidatin Hannelore Kraft, nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 39 Prozent der Stimmen. Im Vergleich zur vorigen Landtagswahl 2010 bedeutet das einen Zugewinn von knapp fünf Prozentpunkten.
Die Grünen, die 2010 12,1 Prozent erzielt hatten, konnten dieses Ergebnis nicht ganz erreichen. Mit ihrer Spitzenkandidatin, der bisherigen nordrhein-westfälischen Schulministerin Sylvia Löhrmann, erreichten sie 11,3 Prozent der Stimmen. Die CDU musste hingegen mit ihrem Spitzenkandidaten, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, im Vergleich zu 2010 (34,6 Prozent) massive Verluste hinnehmen. Sie verlor etwa acht Prozentpunkte und landete bei etwa 26 Prozent. Das ist das schlechteste Ergebnis in der Geschichte des CDU-Landesverbands. Röttgen trat kurz nach Bekanntwerden der ersten Prognosen als Landesvorsitzender der CDU zurück.
Die Freien Demokraten mit ihrem Spitzenkandidaten und neuen Landesvorsitzenden Christian Lindner schafften mit gut 8 Prozent den Einzug in den Düsseldorfer Landtag. Im Vergleich zu 2010 (6,7 Prozent) bedeutet das einen leichten Zugewinn von gut einem Prozentpunkt.
Dem neuen Landtag wird auch die Piratenpartei mit ihrem Spitzenkandidaten Joachim Paul angehören. Sie erreichte knapp acht Prozent der Stimmen und konnte damit ihr Ergebnis von 2010 – 1,6 Prozent – merklich verbessern. Die Linkspartei mit ihrer Spitzenkandidatin Katharina Schwabedissen scheiterte hingegen mit knapp drei Prozent an der Fünfprozenthürde, die sie 2010 mit 5,6 Prozent noch knapp übersprungen hatte. Die Wahlbeteiligung lag mit gut 59 Prozent etwa so niedrig wie schon bei der letzten Wahl.
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