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Thema
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Bernard Léon Foucault JEAN BERNARD LÉON FOUCAULT lebte in einer Zeit, in der sich Physik und Technik stürmisch entwickelten. M. FARADAY (1791-1867) entdeckte 1831 nach mehrjährigen Untersuchungen die elektromagnetische Induktion und fand das Induktionsgesetz. J. R. MAYER (1814-1878), J. P. JOULE (1818-1889) und H. v. HELMHOLTZ (1821-1894) leisteten entscheidende Beiträge zur Formulierung des allgemeinen Energieerhaltungssatzes. J. v. LIEBIG (1803-1873) entwickelte 1835 ein Verfahren zur Herstellung von versilberten Glasspiegeln. Die ersten Bahnstrecken wurden in Betrieb genommen. 1838 entstanden die ersten Fotografien auf Silberplatten (Daguerreotypien), benannt nach dem Franzosen L. J. M. DAGUERRE. Leben und Wirken Seit 1855 war FOUCAULT Mitarbeiter der Pariser Sternwarte, ab 1862 Mitglied
des Bureau des Longitudes. 1865 wurde er Mitglied der Pariser Académie
des sciences. Darüber hinaus war er auch Mitglied der Berliner Akademie
der Wissenschaften und der Londoner Royal Society. Wissenschaftliche Leistungen 1850 entwickelte FOUCAULT mit der Drehspiegelmethode ein weiteres Verfahren zur Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit. Dabei fällt ein dünnes Lichtbündel auf einen schnell rotierenden Spiegel und wird um einen bestimmten Winkel abgelenkt. Daraus berechnete FOUCAULT die Lichtgeschwindigkeit. 1862 veröffentlichte er Ergebnisse seiner mehrjährigen Untersuchungen und schrieb: Schließlich fand sich die Geschwindigkeit
des Lichts beträchtlich verringert. Nach den gewöhnlichen Daten
wäre diese Geschwindigkeit 308 Millionen Meter in der Sekunde, während
der neue Versuch mit dem rotierenden Spiegel, in runder Zahl 298 Millionen,
gab. Man kann, wie mir scheint, sich so weit auf die Genauigkeit dieser
Zahl verlassen, daß die Berichtigungen, welche sie etwa erleiden
möchte, nicht über 500 000 m hinausgehen Wie genau der von FOUCAULT gemessene Wert von |
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Eines der berühmtesten Experimente, die auf FOUCAULT zurückgehen, ist der nach ihm benannte Pendelversuch (Bild 2). FOUCAULT entwickelte 1850/1851 eine Experimentieranordnung zum unmittelbaren Nachweis der Rotation der Erde. Dazu befestigte er nach anfänglichen Versuchen in der Pariser Sternwarte im Jahr 1851 in der Kuppel des Pantheon in Paris ein 67 m langes Pendel mit einem 28 kg schweren Pendelkörper (Bild 2). Unter der Pendelspitze wurde auf dem Fußboden eine Markierung angebracht. Da ein Pendel seine Schwingungsebene im Raum beibehält, dreht sich infolge der Rotation der Erde die Markierung allmählich gegenüber der Pendelebene. Diese Drehung konnte man bereits nach wenigen Minuten beobachten. Am Pol beträgt sie in 24 Stunden 360° und damit in einer Minute 0,25°. Auf einer mittleren geografischen Breite von 50° (Berlin, Paris) sind es etwa 0,2° in jeder Minute. Diese Drehung ist ein direkter Beweis dafür, dass die Erde um ihre Achse rotiert. Ein solches Pendel, mit dem man die Erdrotation nachweisen kann, bezeichnet man als foucaultsches Pendel. Daneben entwickelte FOUCAULT
FOUCAULT entdeckte auch die elektrischen Wirbelströme in Metallen
und beschäftigte sich mit Magnetismus und Wärmestrahlung. Er
war mit seinen Arbeiten einer der vielseitigsten Wissenschaftler des 19.
Jahrhunderts. |
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